21 Mrz 2012

Richtig gut angedockt

Sie sind die Allroundgeräte unseres Alltags. Ob GPS,

21 Mrz 2012

Sie sind die Allroundgeräte unseres Alltags. Ob GPS, Trainingscomputer, Oganizer, Nachschlagewerk oder Multimediaplayer, wer ein Smartphone besitzt hat in einem Kasten von der Größe einer Zigarettenschachtel die Welt in seiner Hand. Doch in der Miniatur liegt auch hier und da ein Nachteil.

Wie oft passiert es beim Bedienen dieser technischen Wunderwerke, dass man auf dem Touchscreen daneben landet. Die meisten Anwender kennen das Problem: die Bedienfelder sind zu klein, und das ewige Umschalten auf Zahlen und Zeichen nervt. Schnellmal einen Text eintippen ist über eine Tastatur wie die unserer Laptops und PCs einfach einfacher. Auch aus diesem Grund entschieden sich in der Vergangenheit Heavy User häufig für einen Blackberry. Ein Umstand, der seit geraumer Zeit findige Gadget-Hersteller herausfordert, Abhilfen zu entwickeln. Dabei waren die ersten Modelle von Bluetooth gekoppelten Keyboards noch klobig und schwer. Die neueren Tastaturen hingegen könnten auch dieses Segment wieder einmal revolutionieren.

Leichter und schlanker, erlauben die Nachfolgermodelle zusätzliche Anwendungsmöglichkeiten. Musste man noch bis vor kurzem sein Phone an einen PC mit USB-Schnittstelle koppeln, um das Geschriebene anschließend auf einem externen Speicher ablegen zu können, so kann man nun direkt auf einem Stick erstellte Schriftstücke und Dokumente dank einer USB-Buchse archivieren. Nichts muss mehr erst synchronisiert werden, um es mit einer Tastatur, die der Größe eines Desktop-Gerätes entspricht, zu überarbeiten. Auch dafür gibt es neue Dockingstationen und wer im Anschluss sein Dokument ausdrucken möchte, dem sei ein handelsüblicher Drucker mit WLAN-Funktion empfohlen. Überhaupt hat sich auf dem Markt der Zusatzgeräte, die eine noch effektivere Nutzung der Funktionen und Apps erlauben, einiges getan. Fast könnte man behaupten, für jede nur denkbare Applikation entwickeln Gadget-Hersteller ein Zusatzgerät. Sie fotografieren gern? Na dann, bitte! Nikon und Canon konzipierten speziell für leidenschaftliche Smartphone-Fotografen ein Hardcover mit abnehmbarem Objektiv, das bei Bedarf aufgesteckt, vergleichbare Ergebnisse liefert wie eine bessere Digitalkamera. Dank professioneller Zoom und Weitwinkelfunktionen gelingen mit dem Handy nun auch wirklich sehenswerte Aufnahmen.

Doch auch Musik-Fans kommen immer eleganter auf ihre Kosten. Brauchte es in der Vergangenheit noch Docking-Stationen, in die die MPs eingesteckt werden mussten, sind heute dafür über Bluetooth zu aktivierende Systeme auf dem Markt, die die gespeicherte Mediathek abrufbar machen – natürlich bei hervorragender Soundqualität. Eine weitere Möglichkeit der effektiven Nutzung der schlauen Handys ist die Kopplung mit einer zentralen Steuerungseinheit. Dabei mutieren die Microcomputer zur Fernsteuerung für alle nur erdenklichen infrarotbetriebenen Geräte. Das Prinzip dabei ist so genial wie einfach. Auf einem iOS-Gerät wird eine kostenlose App installiert, die eine sogenannte Unity Remote ansteuert. Mit neun großen Tastenfeldern, die auf dem Smartphone erscheinen, kann man nun TV, DVD, HiFi-Anlagen, Receiver und mehr „dirigieren“. Wer mag, wischt und streicht in Zukunft also nur noch den Touchscreen seines Handys und alles läuft.
Jetzt mag sich so mancher fragen, ob er das wirklich braucht. Beantworten kann das jeder nur für sich. Sicher ist in Zukunft nur eines: Telefonieren kann man mit den Geräten auch weiterhin!

Markus Riedel

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